Bekenntnis der Sangha

Bodhicitta ist das Buddha-Herz – der Erleuchtungsgeist, der allen Wesen innewohnt.

Es ist die Verwirklichung des allumfassenden Bewusstseins – unsere wahre Natur.

Um dieses Potential für jeden Suchenden sichtbar und entfaltbar zu machen, gehen wir den Bodhisattva-Weg – zum Wohle aller Wesen.

Auf Erden kann jeder noch in diesem Leben in die Wieder-Erinnerung seiner wahren Natur, zur Erleuchtung, kommen.

Diese Natur ist reiner Geist, ist jenseits des Verstandes,
sie ist leer und gleichzeitig voll allumfassender Liebe,
sie ist formlos, unverletzlich, unsterblich, vollkommen und doch unbeschreiblich.

Dies nennen wir Nirvana.

Der Erleuchtungsweg als Bodhisattva zeigt uns Stück für Stück das wahre Wesen aller Illusion unseres Ich-Feldes, das unsere wahre Natur verschleiert und uns von ihr trennt.

Der buddhistische Methodenschatz schenkt uns wertvollste Wege zur Befreiung aus unserer Identifikation mit der Illusion und allen damit verbundenen Leides.

Buddhistisches Bekenntnis


Die Linie des Padmayana (Lotos-Fahrzeug) beinhaltet die yoga-tantrische Lehre des Maitreya, dem Zukunftsaspekt des transzendenten Ur-Buddhas Amitabha (Ursprung der Lotos-Familie). In unserem (letzten) Zeitalter lehrt Maitreya in seiner Inkarnation allen wahrhaft Suchenden als Letzter noch einmal den reinen Dharma.

Der Padmayana gehört nach den Traditionslinien zum Mahayana (Großes Fahrzeug). Feste Orientierung ist das Bodhisattva-Ideal.

Die Lehre des Maitreya verbindet die undogmatischen Kernelemente des tibetischen Buddhismus (Vajrayana, Tantrayana) mit der Anwendungslehre der selbstlosen Liebe (Maitri = Liebe).

Wir integrieren in unsere tägliche Praxis alle heilsamen Elemente des Yoga-Weges und alle heilsamen Elemente des Tantra-Weges.

Mit den Begriffen des Tantra werden im Padmayana die heilsamen Aspekte des rechtshändigen Pfades (dakshina marga) mit denen des linkshändigen Pfades (vama marga) vereint.

Wir bekennen uns zu den 3 Juwelen des Buddhismus.

Wir bekennen uns zu Buddha im Sinne der Buddhaschaft, die das Potential jedes Wesens ist. Buddha bedeutet allumfassendes Bewusstsein, dass man das Ich-Bewusstsein überschritten hat.
‚Bu‘ steht für Buddhi, ‚ddha‘ steht für Dhadha. Buddhi bedeutet: Verstand, Dhadha bedeutet: darüber sein, jenseits.

Der Zustand, nicht mehr von seinem Verstand beherrscht zu sein, allumfassend bewusst zu sein, ist Buddha.

Das Beispiel des Buddha Shakyamuni und weiterer verwirklichter Meister zeigt uns, wie wir aus eigener Kraft den Weg der Erleuchtung und der Befreiung zum Wohle aller Wesen gehen können. Wir nennen dies den Bodhisattva-Weg.

Wir bekennen uns zum Dharma, der Lehre der universellen Gesetzmäßigkeiten, zu denen auch die Lehre des Buddha Shakyamuni ebenso wie die aller Adi-Buddhas gehören.

Sie ist klar, heilsam und zeitlos und lädt alle ein, sie zu prüfen, sie anzuwenden und zu verwirklichen.

Wir bekennen uns zur Sangha, der Gemeinschaft derer, die den Weg der Erleuchtung und Befreiung gehen und die verschiedenen Stufen der inneren Erfahrung und des Erwachens verwirklichen.

Wir haben festes Vertrauen zu den Vier Edlen Wahrheiten:

  1. Das Leben selbst ist letztlich Leiden: Geburt, Arbeit, Trennung, Alter, Krankheit, Tod. Das alles ist leidvoll.
    Dies ist zu durchschauen.

  • Ursachen des Leidens sind Daseinsdurst, das Haften an Dingen, Gier, Hass und Verblendung (Unwissenheit).
    Sie sind zu überwinden.

  • Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden. Durch Loslassen des Begehrens wird neues Karma, die Folge von „guten“ wie „schlechten“ Taten, vermieden und somit der Wiedereinstieg in den Kreislauf der Wiedergeburten verhindert.
    Dies ist zu verwirklichen.

  • Zum Erlöschen des Leidens führt der Weg der Mitte, der Edle Achtfache Pfad.
    Er ist zu gehen.

Oben rechts: Das Dharma-Rad der „8 Kostbarkeiten“ mit seinen 8 Speichen symbolisiert den Edelen Achtfachen Pfad.

Wir gehen den Edlen Achtfachen Pfad mit:

1. Rechter Erkenntnis/Sicht (sammā diṭṭhi)
2. Rechter Gesinnung (sammā saṅkappa)
3. Rechter Rede (sammā vācā)
4. Rechtem Handeln (sammā kammanta)
5. Rechter Lebensführung (samā ājīva)
6. Rechter Anstrengung (sammā vāyāma)
7. Rechter Achtsamkeit (sammā sati)
8. Rechter Geistessammlung (sammā samādhi).

In unserer Lebensführung halten wir uns an die 5 Silas (pañca-sila):

1. Wir üben uns darin, keine Lebewesen zu töten oder zu verletzen.
2. Nichtgegebenes nicht zu nehmen (stehlen).
3. Keine unheilsamen sexuellen Handlungen zu begehen (aus niedrigen Beweggründen).
4. Nicht unwahr oder unheilsam zu reden.
5. Nicht durch berauschende Mittel das Bewusstsein zu trüben.

Leerheit und selbstlose Liebe führen zur Erleuchtung und vollkommenen geistigen Befreiung. 

Zur Verwirklichung von Leerheit und selbstloser Liebe
schulen wir täglich unseren Geist innerhalb dieser zu verinnerlichenden Werte:

Dankbarkeit

Demut

Bescheidenheit

(Selbst-) Vertrauen

Mitgefühl

Barmherzigkeit

Achtsamkeit

Freude

Hingabe

Willenskraft

Wahrhaftigkeit

Stille & Klarheit